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Gedanken, Bilder, Töne in der Zeit der Corona-Epidemie

Nicht abgesagt

Hier finden Sie Gedanken, Bilder, Töne von Menschen unserer Kirchengemeinde und darüber hinaus. Sie können sich selber beteiligen. Mailen Sie, was Sie haben, bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Wir können es dann veröffentlichen.

Dass wir sterben müssen … (Ps 90,12)

Die Möglichkeit, selber zu sterben, gerät mit dem Corona-Virus im eigenen Bewusstsein wieder stärker in den Vordergrund. Und alle Kräfte der Gesellschaft werden mobilisiert, um diesem Tod zu entgehen.

Der Eifer bei der Corona-Bekämpfung irritiert mich. Schließlich arbeiten viele daran, dass sie vorzeitig sterben. Wer raucht, wer Alkohol missbraucht, wer zu viel und falsch isst, wer sich zu wenig bewegt, wer eine Risikosportart betreibt, wer keinen Spaß hat - sie alle sorgen dafür, dass sie wahrscheinlich vorzeitig sterben werden. Zusätzlich werden viele frühe Tode in Kauf genommen durch Klimawandel, vorhersehbare Arbeitsunfälle, Armut und Kriege.

An den Beitrag zum eigenen Todestermin durch seinen Lebensstil hat man sich gewöhnt. Die Tode, die unsere Weltordnung hervorbringt, finden nicht vor unserer Haustür statt. Allerdings profitieren wir teilweise von ihnen. Erst, wenn Terroristen in unserem Land Anschläge verüben und Flüchtlinge vor der Tür stehen, fangen wir an, die Tode anderswo zu adressieren.

In der Corona-Krise sind viele Gewissheiten plötzlich aufgehoben, sagt der Psychiater und Philosoph Thomas Fuchs.

Wir gehen aus einer kollektiven Manie in den Entzug.

Interview: Elisabeth von Thadden

>>>> Lesefrucht aus zeitonline vom 02.05.2020

vermittelt durch Martin Eerenstein

 
Geduld ist für den Geist das Schwerste.
Es ist das Schwerste und das Einzige,
was zu lernen sich lohnt.
Alle Natur, alles Wachstum,
aller Friede, alles Gedeihen und
Schöne in der Welt beruht auf Geduld,
braucht Zeit, braucht Stille,
braucht Vertrauen.
                                Hermann Hesse

übermittelt von Dorothea Gränzdörffer

abstandhalten

Ich habe ein sehr schönen Artikel gefunden mit bewegten Simulations-Grafiken. Er erklärt, warum Abstandhalten hilft: >>> https://web.br.de/interaktiv/corona-simulation/

übermittelt von Martin Eerenstein

von Enes Günes und Wolfgang Münch

Planung und Wirklichkeit

Geplant hatten Enes Günes und ich ohne den Corona-Virus. Am 03.04. dieses Jahres sollte der erste Vortrag im dritten Jahr des religiösen Trialogs stattfinden zu einem Thema, das die Gläubigen aller drei Religionen, aber auch Anhänger ganz anderer Religionen immer schon bewegt hat: Wenn Gott die Menschen liebt oder, wie die Muslime eher sagen würden, wenn Gott barmherzig ist, warum lässt er dann Unglück und Leiden zu?